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Dez

Markus Rolli gewinnt den Ironman 70.3 Thailand

Hier sein Bericht aus Phuket:
Schon recht frühzeitig habe ich mich Anfang 2017 dazu entschlossen, meine Saison auf Phuket im Süden Thailands mit zwei anspruchsvollen Rennen zu beenden. Ich wollte wichtige Erfahrungen sammeln, wie mein Körper auf Jetlag, Zeitverschiebung und Tropenhitze reagiert.
Das erste Rennen, der Laguna Phuket Triathlon, diente dem Sammeln von Erfahrungen. Das Hauptaugenmerk lag auf den Ironman 70.3 Thailand! Die Woche zwischen den beiden Wettkämpfen konnte ich mich akklimatisieren und gut erholen, sodass ich einen Tag vor dem letzten Saisonrennen sehr zuversichtlich war, meine Leistung voll abrufen zu können.
Beim Schwimmen konnte ich relativ komfortabel in der Spitzengruppe mitschwimmen und Kräfte sparen. Auch schluckte ich deutlich weniger Salzwasser als am vergangenen Sonntag. Mit einem schnellen Wechsel ging ich an Position 3 auf das Rad. Es bildete sich relativ schnell eine 4er Gruppe mit dem Australier Tim van Berkel, dem Kanadier Brent McMahon und dem Brasilianer Fernando Toldi. Als Pacing-Strategie hatte ich mir vorgenommen, sehr verhalten loszufahren und auf dem ersten, teilweise sehr gefährlichen Teil der Radstrecke mit steilen Anstiegen und verwinkelten Abfahrten, keine Harakiri-Aktionen zu starten.
Nach 5 Kilometer in der Gruppe wurde ich nervös, das Tempo fühlte sich deutlich zu locker an. Ich war hierhergekommen um Rennen zu fahren. Ein Blick auf den Wattmesser bestätigte mein Körpergefühl. Am ersten kleineren Anstieg erhöhte ich das Tempo ein wenig und setzte mich damit sofort an die Spitze des Feldes. Auf den Abfahrten fuhr ich wie ein Angsthase. Als ich mich dann nach einiger Zeit zum ersten mal nach hinten umschaute, war niemand zu sehen. Jetzt hatte ich gar keine andere Wahl, als das Rennen alleine von vorne durchzuziehen!
Bis zur zweiten Wechselzone konnte ich den Vorsprung auf die Verfolger bis auf gute 6 Minuten ausbauen und startete das Laufen mit einem komfortablen Vorsprung. Der Abstand nach hinten verringerte sich nur langsam, bei Kilometer 15 waren es immer noch ca. 5 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt rief mir Belinda Granger, die als Betreuerin vor Ort war, zu, dass das Rennen gelaufen sei und ich die letzten Kilometer genießen sollte. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und reduzierte auf Wohlfühl-Tempo. Überglücklich lief ich schlussendlich nach einer Zeit von 3:49:02 als Sieger über die Ziellinie. Mit knapp 4 bzw. 8 Minuten Rückstand folgende Tim van Berkel auf Platz 2 und Fernando Toldi auf Platz 3. Was ein geiler Tag!
Bedanken möchte ich mich bei meinen beiden Sponsoren, der Firma Dietrich GmbH und d-cycles. Ohne ihre Unterstützung wäre eine solche Leistung nicht möglich gewesen! Großen Glückwunsch auch an das Team Dietrich, das zahlenmäßig selbst stark vertreten war und an beiden Wochenenden richtig gute Leistungen ablieferte.
(Fotos:privat)

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