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Okt
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Ironman WM 70.3 Zell am See // 2x VIZE-WELTMEISTER!

Am Sonntag, 30. August 2015 fand zum ersten Mal auf Europäischen Boden die IRONMAN 70.3 Weltmeisterschaft in Zell am See – Kaprun (Österreich) statt. Die Athleten hatten eine anspruchsvolle Mitteldistanz mit 1,9 km Schwimmen im Zeller See, 90 km Rad mit 1288 Höhenmetern und 21 km Laufen rund um den See und der Altstadt zu bewältigen.

Laut Ironman haben sich mehr als 1.800 Athleten aus der ganzen Welt bei einem der zahlreichen Ironman 70.3 Events für die WM 70.3 qualifiziert. Das heisst: Die Besten der Welt traten in Zell am See gegeneinander an und Markus Rolli und Thomas Heuschmidt starteten hier als Deutsche Meister in einem sehr hart umkämpften Feld.

 

Zu Hause gebliebene Forster klemmten sich 6 Stunden lang bei schönstem Wetter hinter dem Rechner um über das Live-Tracking den beiden Splits durchzugeben, sie auf Kurs zu halten oder einfach nur mitzufiebern! Direkt an der Strecke gaben angereiste Forster und Freunde ihr bestes, die beiden lautstark anzufeuern. Was für ein Rennen!

Thomas und Markus hatten im Vorfeld (hier…) über ihre Erwartungen gesprochen und für beide wurde nun ein kleiner Traum wahr:

Beide sind Vize-Weltmeister in ihrer jeweiligen Altersklasse!

 

Markus lieferte sich mit dem Erstplatzierten, Julian Beuchert (Sports for good Team) in seiner Altersklasse auf der Laufstrecke bis zum letzten Kilometer ein spannendes Rennen und kam völlig entkräftet mit einer Gesamtzeit von 4:15:53 ins Ziel. Damit errang er den 2. Platz in seiner Altersklasse (AK 18-24) und 39. Gesamtrang.

Markus über das Rennen:

“Gleich beim Schwimmstart bin ich mitten ins Geprügel gekommen und habe keinen richtigen Rhythmus gefunden. Mit einer für meine Verhältnisse schlechten Schwimmzeit, gerade noch so in den Top 10 meiner Altersklasse liegend, bin ich dann auf’s Rad gestiegen.

So schlecht wie’s im Schwimmen lief, so gut lief’s dann beim Biken: Die ersten Kilometer noch eher verhalten angegangen, konnte ich mich bis zum höchsten Punkt der Strecke bei km 35 schon auf den 1.-2. Platz in meiner Altersklasse vorschieben. Auf den letzten 30 km konnte ich dann noch mal ein wenig mehr beschleunigen und einen kleinen Vorsprung zum Zweiten meiner Altersklasse rausfahren.

Als erster durfte ich dann auf die Laufstrecke. Hier merkte ich gleich, dass das heute noch ein langer, schmerzhafter Tag werden würde… Auch die Hitze machte mir mehr und mehr zu schaffen. Bei KM 3 überholte mich dann ein Konkurrent, so dass ich die nächsten 15 km in Sichtweite auf den zweiten Platz lag. Ständig von Tobi, Franzi, Bella und Jan angefeuert, konnte man gar nicht anders als sich vorne festzubeißen.

3 km vor dem Ziel tauchte dann plötzlich der bis dahin an erster Stelle liegende Julian Beuchert neben mir auf, so dass wir Seite an Seite auf das Ziel zuliefen. Da ich mir meiner starken Sprintfähigkeiten bewusst war (Ironie!!), wusste ich, dass ich möglichst früh anfangen musste, das Tempo zu erhöhen.

Leider waren meine Kräfte dann ca. 1km vor dem Ziel vollkommen erschöpft, so dass ich keine Möglichkeit hatte, noch um den Titel zu kämpfen. Auf den letzten Metern war ich dann so erschöpft, dass ich mich aus eigener Kraft nicht mehr richtig auf den Beinen halten konnte. Anscheinend habe ich es doch irgendwie über die Ziellinie geschafft…!”

Einen kleinen Schrecken hat er uns damit doch eingejagt: Markus musste zunächst medizinisch versorgt werden und wurde nach einer Nacht im Krankenhaus am nächsten Tag wieder nach Hause entlassen. Ende gut, alles gut. Er nimmt es mit Humor:

“Wenigstens kann ich mir im Nachhinein nicht vorhalten, nicht alles gegeben zu haben! Einzig das verpasste Finisher-Buffet hinterlässt einen faden Beigeschmack…”

 

Thomas Heuschmidt holte kräftig in seiner Lieblingsdisziplin auf dem Rad auf und kam souverän mit einer Gesamtzeit von 04:17:10 ins Ziel. Damit errang er den 2. Platz seiner Altersklasse (AK 30-34) und 43. Gesamtrang.

Für Thomas lief das Rennen wie am Schnürchen:

“Schwimmen lief erstaunlich gut, auch wenn die Arme auf der zweiten Teilstrecke nach dem Wendepunkt schwer wurden. Beim Wechsel nach dem Schwimmen waren auch noch ganz viel Räder da – von da an wußte ich, dass es doch ein ganz guter Tag werden könnte.

Auf den ersten 20 km mit dem Rad, der Anfahrt zum Berg, bin ich förmlich an allen Leuten vorbeigeflogen. In dem Abschnitt war ich sogar ein paar Sekunden schneller wie der Überbiker Sebastian Kienle! Hinten raus wurd’s dann aber ganz schön zäh, so dass ich froh war, das Rad nach 90 km mit einem knappen 40-er Schnitt in die Wechselzone schieben zu dürfen. Zu dem Zeitpunkt lag ich sicher in den Top 5 meiner Altersklasse.

Laufen hat sich von Anfang an mies angefühlt, konnte mich aber gut durchbeißen,  auch wegen den genialen Anfeuerungsrufe der Forster Kollegen. So wusste man auch immer, auf welcher Platzierung man liegt. Wenn man dann hört, dass man aktuell auf Podiumkurs unterwegs ist, pusht das natürlich noch zusätzlich.

Schlussendlich lief ich überglücklich über die Ziellinie und konnte mir den Vize-Weltmeistertitel in meiner Altersklasse sichern. Sehr geil!”

Was die beiden am Sonntag in Zell am See vollbracht haben, ist eine unglaubliche Leistung! Unser Abteilungsleiter Martin Schmidt freut sich über das bisher beste Ergebnis für den TV Forst Triathlon in jüngerer Vergangenheit und äußert sich gegenüber den Medien: „Ich bin furchtbar stolz auf die beiden!” Dem dürfen wir uns anschließen und gratulieren beiden zu ihrem besonderen Titel:

Herzlichen Glückwunsch!

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