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Heidelbergman – 4. Teil des BASF Rhein-Neckar-Cups

Heidelbergman 31.07.2017 – nicht umsonst „heartbreak Triathlon“ genannt-

Eine Woche nach Ladenburg stand mit dem Heidelbergman schon das vierte und vorletzte Rennen der Rhein-Neckar-Serie an und damit das zweite Mal Schwimmen im Neckar innerhalb von 2 Wochen.  Da mir persönlich das erste Mal nicht gut bekommen war, stieg ich dieses Mal mit gemischten Gefühlen in das fließende Gewässer hinein.

Erneut hieß es wieder 1,6km mit der Strömung schwimmen, dieses Mal leider ohne nette Bootsfahrt, dafür mit gemeinsamen Fußmarsch zum Startpunkt. Da der Neckar immer noch eine starke Strömung aufwies, war die Problematik beim einschwimmen wieder nicht zu weit abzutreiben und den Start zu verpassen sich gleichzeitig jedoch nicht zu überanstrengen beim gegen die Strömung ankämpfen. Mit knapp 19 Grad war der Neckar deutlich kühler als in Ladenburg und es war wesentlich angenehmer mit Neo zu schwimmen.

Nach dem Motto „wieder was gelernt“ sollte man beim Heidelbergman beachten nicht zu weit nach rechts zu schwimmen, da man sonst mit den durchaus widerstandsfähigen Unterwasserpflanzen des Neckars Bekanntschaft macht.

Mit guter Strömung und ohne Bekanntschaft mit der Unterwasserwelt zu machen verließ Markus Rolli als Zweiter hinter Florian Angert nach 17:55 min den Neckar und überholte diesen noch auf den ersten Kilometern auf dem Rad in der Altstadt von Heidelberg. Diese Führung konnte Markus auf dem Rad gut ausbauen und konnte später mit zwei Minuten Vorsprung auf die Laufstrecke wechseln.

Eines meiner persönlichen kleinen Highlights war, dass ich (mit 21:12 min)  kurz vor Thomas (21:24 min) und damit als zweiter Förster Athlet aus dem Wasser kam. Dieser Vorsprung war jedoch nach nicht einmal einem Kilometer dahin und Thomas düste noch vor der Fahrt über die alte Brücke an mir vorbei 😉

Stefan kam nach exakt 25:00 min aus dem Wasser und Gitta folgte nach 30:02 min.

Die Radstrecke des Heidelbergman zählt zu den anspruchsvollsten bei den olympischen Distanzen. Zwar beträgt diese „nur“ 35 km, aber mit 800 Höhenmeter und den anspruchsvollen Steigungen (teilweise bis zu 14%) und den extrem kurvigen Abfahrten (Höchstgeschwindigkeit laut Garmin 83 km/h) hat sie es in sich.

Zunächst fährt man über die Alte Brücke über Kopfsteinpflaster (Wehe man hat die Trinkflasche und Gels nicht richtig festgemacht!) in die Heidelberger Altstadt und von dort gleich hoch Richtung Heidelberger Schloss, wo der Rundkurs, den man zweimal zu befahren hat, beginnt. Ab dort kann man sich darauf einstellen, dass es eigentlich nur noch hoch geht. Mal steiler, mal flacher aber tendenziell immer hoch hoch hoch… bis zum Stopomat.

Ab dort folgt dann die gefühlt 10 Sekunden dauernde Abfahrt, auf der etliche Helfer mit weißen Flaggen und Pfeifen stehen und vor gefährlichen Kurven (sprich JEDER Kurve) warnen. Mit einem Puls, der dem beim Hochfahren gleich kommt, kommt man dann wieder auf Höhe des Heidelberger Schlosses an und weiter geht die wilde Fahrt und zwar wieder… Hoch! Yeaaah! Da freuen sich die Oberschenkel und die Finger, die man von den Bremsen lösen darf, gleichermaßen.

Auf der zweiten Runde überholten mich echt  viele Radler, inklusive einiger Frauen, wobei man sagen muss, dass der Heidelbergman noch nie so gut besetzt war wie dieses Jahr, bei den Männern ( mit Florian Angert, Julian Ehrhardt, Julian Beuchert, Malte Plappert, Julian Mutterer,  Fabian Reuter, Michael Göhner)  wie bei den Frauen (Anne Haug, Lena Berlinger, Anne Reischmann, Kathi Wolff, Julia Ertmer, Leonie Poetsch, Franziska Fleck).

Nach dem Radeln wechselte Markus Rolli wie gesagt nach 01:02:12 h mit zwei Minuten Vorsprung auf den Zweiten Florian Angert auf das Laufen. Da es beim Radeln bisher ja kaum Höhenmeter gegeben hatte, hieß es beim Laufen „Hoch mit euch in Richtung Weißer Stein“. Dort gibt es dann nach 5km und ca. 220 Höhenmeter einen Wendepunkt und man darf den sogenannten Philosophenweg wieder hinunter laufen und denen zulächeln (falls soweit noch möglich) die einem auf dem Weg nach oben entgegen kommen.

Beim Wendepunkt hatte Markus einen Vorsprung auf Angert von mittlerweile nur noch einer Minute. Diesen konnte er ab dort bis zum Ziel jedoch wieder auf 2 Minuten ausbauen und konnte mit einer Laufzeit von 37:31 min den Heidelbergman gewinnen.

Megaaa stark, vor allem auch die Gesamtzeit, welche noch unter 2 Stunden betrug.

Thomas kam nach 01:07:04 h vom Rad und lief mit einer Laufzeit von 39:44 min noch vor Anne Haug und als 12. Gesamt ins Ziel ein.

Ich selbst kam als siebte Frau nach 01:20: 29 h vom Rad und sollte diese Platzierung auch bis ins Ziel beibehalten. Bis dahin war es allerdings noch ein harter Kampf. Beim Wendepunkt oben angekommen kam bei mir sprichwörtlich der „Mann mit dem Hammer“ und es ging gar nichts mehr. Aber alles jammern half nicht und getreu dem Motto „Du musst eh wieder da runter“ lief ich dann die letzten Kilometer mehr recht als schlecht ins Ziel und war selten so froh darüber gewesen im Ziel zu sein.

Falls man zu diesem Zeitpunkt noch einigermaßen hergestellt sein sollte hätte man den Philosophenweg hinunterlaufend einen echt tollen Blick über ganz Heidelberg haben können, wie Gitta mir freudestrahlend im Ziel erklärte…

Stefan finishte nach 02:44:16h und Gitta benötigte 03:03:16h und wurde damit zweite in ihrer Altersklasse!

Auch hier nochmal ein fettes Danke schön an Martin Schmidt für die VIP-Versorgung vor Ort und an die tollen Anfeuerungen von Chris samt Frau (megaaaa Bilder!) sowie Lars an der Radstrecke und allen anderen, die man im Tunnel leider nicht mehr wahrgenommen hatte!! Klasse und vielen Dank euch J

Fazit: Der Wettkampf hat es echt in Sich aber macht trotzdem richtig Spaß bei einer tollen Kulisse und klasse Stimmung an der Strecke!!! Sehr empfehlenswert!

Ergebnisse im Einzelnen: 

 

Markus Rolli: (1. Platz Gesamt)

 

Swim:  17:55 min

Bike: 01:02:12 h

Run: 37:31min

W1: 00:56 min

W2: 00:47 min

Gesamt: 01:59:23 h

 

 

Thomas Heuschmidt: (12. Gesamt, 1. AK M3)

 

Swim: 21:24 min

Bike: 01:07:04 h

Run: 39:44 min

W1: 01:12 min

W2: 01:04 min

Gesamt: 02:10:30 h

 

 

 

Lisa Miksch: (7. Gesamt, 5. AK W2)

 

Swim: 21:12 min

Bike: 01:20:29 h

Run: 43:56 min

W1: 01:16 min

W2: 00:59 min

Gesamt: 02:27:53 h

 

Stefan Rube:

Swim: 25:00 min

Bike: 01:24:40 h

Run: 51:59 min

W1: 01:26 min

W2: 01:09 min

Gesamt: 02:44:16 h

 

 

Gitta Fernau: (2. AK Sen 4 W)

 

Swim: 30:02 min

Bike: 01:35:42 h

Run: 53:15 min

W1: 02:49 min

W2: 01:26 min

Gesamt: 03:03:16 min

 

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